Die irischen Architektinnen Yvonne Farrell und Shelly McNamara, nahmen die Einladung, die Architekturbiennale zu kuratieren zum Anlass, ihre Vorstellungen und Werte in Sachen Architektur in einem Manifest zusammenzufassen. In sieben Thesen bringen sie unter dem Titel „Freespace“ zum Ausdruck, worauf es ankommt. Selbstverständlich auf die Qualität des Raumes, aber auch auf die Menschlichkeit und Großzügigkeit der Architektur. Diese ist in der Lage, ihren Nutzern räumliche Geschenke zu machen, die über das eigentliche Raumprogramm hinausgehen und einen Mehrwert darstellen. Freespace ist darüber hinaus ein demokratischer Raum, in dem wir über das Gestalten für ein würdiges und gesundes Leben nachdenken können und in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft treffen.
Die Pavillons der Länder
Viele Länder nehme sich dem Thema nicht nur inhaltlich an, sondern setzen es auch in der Gestaltung ihrer Pavillons um. Die extremsten dabei sind mit Sicherheit die Briten, deren Pavillon schlicht leer geblieben ist. Ein Freiraum per exellence, der für Veranstaltungen, auch denen von anderen Nationen zur Verfügung steht. Auf dem Dach befindet sich eine aus Gerüstelementen gebaute Terrasse, ein weiterer Freespace, der einen neuen Blick über die Lagune und das Ausstellungsgelände öffnet und auf der pünktlich um 16:00 der afternoon tea serviert wird.