Hier kommt die neuntes Folge unserer neuen Interviewreihe. Dieses Mal teilt Henning Nielsen von Guide-A in Oslo seine Tips mit uns.
1. Leer
Für gewöhnlich sind viele attraktive Plätze und Gebäude von Einheimischen und Touristen überlaufen, und wir neigen daher dazu, sie aus unserem Alltag auszublenden. Doch nun sind unsere Städte plötzlich leer.
Welche architektonisch und städtebaulich interessanten Orte würdest Du nun bei Euch am liebsten erkunden?
Während die Corona Beschränkungen in Norwegen schrittweise aufgehoben werden, kehrt auf den Straßen und Plätzen von Oslo eine normalere Situation zurück. Ein schöner Ort, den man erkunden kann, ist die neue Badeanstalt in der Bucht von Bispevika, die von den Landschaftsarchitekten Grindaker entworfen wurde, ganz in der Nähe der Oper und des neuen Munch Museums. Gerade erst eröffnet, ist sie schon sehr populär und macht dieses Gebiet am Wasserufer noch attraktiver.
2. Virtuell
In Zeiten der Quarantäne können wir vom Mobiltelefon aus binnen weniger Sekunden rund um den Globus reisen und dank detaillierter Luftbilder und Straßenaufnahmen ungeahnte Einblicke erhalten.
Kannst Du ein Beispiel nennen für eine durch die Sicht vom Himmel determinierte Architektur an Deinem Standort?
Die neue Zentralbibliothek in Oslo, die „Deichmanske bibliotek“, entworfen von Lund Hagem und dem Atelier Oslo, hat ein einzigartiges Betondach, das aussieht wie gefaltetes Origami-Papier. Der Berater für die technische Gestaltung dieser Struktur war das deutsche Unternehmen Bollinger Grohman. Und es ist von oben sichtbar.