Guiding Architects, article: Der neue TUM Campus im Olympiapark München (Fig. 1)

Wie einer der größten Holzhybridbauten Europas mit einem knapp 19 Meter auskragenden Vordach in Holzbauweise sich respektvoll in ein denkmalgeschütztes Ensemble einfügt.

Im ehemaligen Funk- und Fernsehzentrum der XX. Olympischen Spiele sind seit 1972 die Fakultät für Sport und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) sowie der Zentrale Hochschulsport (ZHS) im Herzen des Olympiaparks beheimatet. Aufgrund von baukonstruktiven und brandschutztechnischen Mängeln musste der ursprüngliche Bau der Architekten heinlewischer einem Neubau weichen, der sich respektvoll in die hügelige Topografie des Olympiaparks mit dem berühmten Zeltdach einfügt und mit seinem „fliegenden Dach“ die Holzbauweise auf eine neue Ebene bringt.

Guiding Architects, article: Der neue TUM Campus im Olympiapark München (Fig. 2)

TUM Campus at the Olympic Park. Overhanging canopy roof. © ga-munich

Der Holzhybridbau ist das Ergebnis eines Realisierungswettbewerbs, den 2015 Dietrich Untertrifaller Architekten aus Bregenz gemeinsam mit Balliana-Schubert Landschaftsarchitekten aus Zürich und Merz Kley Partner Tragwerksplaner aus Dornbirn für sich entscheiden konnten.
Um einen fortlaufenden Betrieb zu ermöglichen, wird das Gebäude in verschiedenen Bauphasen realisiert. Nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts, der alle studentischen Bereiche beherbergt, wurde der neue TUM Campus im Olympiapark am 16. Mai 2023 offiziell eingeweiht. Bis Herbst 2023 sollen die Institutscluster mit den Büros fertiggestellt werden. Diese werden als Büroriegel um begrünte Innenhöfe gebaut.

Guiding Architects, article: Der neue TUM Campus im Olympiapark München (Fig. 3)

TUM Campus at the Olympic Park. Entrance. Photo: @ga-munich

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Highlights und Herausforderungen im Ingenieurholzbau – Viele herausragenden Bestandteilen in einem klar gegliederten Holzhybridbau

Im klar gegliederten 185 Meter langen und 150 Meter breiten Gebäudekomplex bietet 42 000 m² Bruttogrundfläche Platz für 12 Hörsäle, 14 Sporthallen, 15 Diagnoseräume, 5 Werkstätten, 300 Büros sowie eine Bibliothek und eine Cafeteria.
Über einen Steg auf der Ostseite gelangt man vom Olympischen Dorf aus ebenerdig in das erste Obergeschoss des Neubaus. Entlang einer zweigeschossigen zentralen Achse sind je zwei Hallen- und Institutscluster angeordnet. Die sogenannte Rue Intérieure, die für eine schnelle Orientierung im Gebäude sorgt, ermöglicht kurze Wege zwischen den Bereichen Lehre, Praxis und Forschung und ist gleichzeitig Treffpunkt und Aufenthaltsraum.

Guiding Architects, article: Der neue TUM Campus im Olympiapark München (Fig. 4)

TUM Campus at the Olympic Park. Rue intérieure. Photo: @ga-munich

Im ersten Obergeschoss sind die verschiedenen Hörsäle, die Bibliothek und die Cafeteria angeordnet und werden künftig die Büros erschlossen. Großzügige Verglasungen ermöglichen den Blick in die Sporthallen, die beide Geschosse einnehmen. Diese sind vom Erdgeschoss zugänglich, wo sich auch die Umkleideräume zentral in der Mittelachse angeordnet befinden.

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TUM Campus at the Olympic Park. Sport hall and running track. Photo: @ga-munich

Am westlichen Gebäudeende führt die Rue Intérieure auf die Außenterrasse, die von einem knapp 19 meter auskragenden „fliegenden Vordach“ über der Außenlaufbahn geschützt wird. Die großzügige Überdachung aus Hohlkastenelementen, stellt gleichzeitig das Highlight des Gebäudes sowie die größte Herausforderung im Ingenieurholzbau dar.

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TUM Campus at the Olympic Park. Outdoor terrace. Photo: @ga-munich

Die gesamte Dachkonstruktion, die Sporthallen und die Institutbereiche sind in Holzbauweise gebaut. Das Untergeschoss, die Rue Intérieure, das Audimax, die Kletterhalle und die Erschließungskerne bestehen aus Stahlbeton.

Guiding Architects, article: Der neue TUM Campus im Olympiapark München (Fig. 7)

TUM Campus at the Olympic Park. Dance hall. Photo: @ga-munich