Warschau hat sich in letzter Zeit der Weichsel zugewandt, die zum inoffiziellen neunzehnten Bezirk der Stadt ernannt wurde. Jetzt kann man am linken Flussufer einen langen Spaziergang machen und einen herrlichen Blick auf die Brücken, das Nationalstadion und den Fluss selbst genießen. Dank der vielfältigen und doch klaren Vision des Planers, wie jeder Teil des Ufers aussehen sollte, kann sich ein gemütlicher Sonntagsspaziergang oder eine Radtour entlang der Weichsel in Warschau unerwartet in ein erstaunliches Abenteuer verwandeln.
Das Warschauer Aschenputtel
Die Geschichte von Powiśle erinnert an das beliebte Märchen vom Aschenputtel – natürlich mit Happy End. Alles begann in der Zwischenkriegszeit, als Polen wieder ein unabhängiges Land auf der europäischen Landkarte wurde. Der Prinz, der den bis dahin unbeachteten und am meisten vernachlässigten Teil Warschaus freilegte und in ein elegantes Symbol der Moderne verwandelte, war Stefan Starzyńskim, der heutige Präsident Warschaus. Natürlich wurde, wie in allen Märchen, mit Hilfe der guten Feen – Industrie, Sport, Kultur und Architektur – viel Arbeit geleistet. Nach fast 80 Jahren wurden diese Visionen, zerstört durch den Zweiten Weltkrieg, endlich Wirklichkeit.