Die Bevölkerung von Wien nähert sich der Zahl von 2 Millionen. Auf einem ehemaligen Flugfeld, am nordöstlichen Stadtrand gelegen, wird ein neuer Stadtteil errichtet. Seine Fläche misst knapp 240 Hektar. Durch die U-Bahnlinie 2 ist er direkt mit der historischen Innenstadt verbunden, durch den Bahnhof im Norden zukünftig auch mit Wiens „Twin City“ Bratislava.
Stadtteilentwicklung
Der Masterplan von Tovatt Architects & Planners (2006) sieht differenzierte öffentliche Räume vor. Die Gebiete für Wohnen, Gewerbe und Bildung sind um einen zentralen künstlichen See samt umgebender Ringstraße organisiert. Der Name „Seestadt Aspern“ soll Vorstellungen von Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität evozieren. Eine gute Infrastruktur versteht sich da von selbst.
Schule und Park
Am Bildungscampus Aspern sollen Kindergarten, Schulen und Freizeitpädagogik versammelt werden. Er liegt am knapp 15.000 m2 großen Hannah-Arendt-Park. Die Schule von fasch&fuchs.architekten für 10-18-jährige Schüler*innen grenzt an dessen südöstlichen Rand und orientiert sich mit allen Freibereichen zum Grünraum. Große Tore, die Schulgelände und Park direkt verbinden könnten, bleiben vorläufig ein Desiderat.
Terrassierte Grünlandschaft
Das Schulgebäude nimmt einen großen Teil des Baufelds ein. Hemma Fasch, Jakob Fuchs und Partner Fred Hofbauer haben es, dies ausgleichend, als terrassierte Grünlandschaft konzipiert. Allen Innenbereichen sind großzügige, benutzbare Freiräume zugeordnet. Tiefe Fensterbrüstungen, als Sitzbänke gestaltet, verbinden Innen und Außen.
Deutlich abgegrenzt
An drei Seiten ist die Fassade von einer homogenisierenden Membran überspannt und setzt den flachen Baukörper von der Umgebung ab. Hinter der Membran sieht man bei günstigem Licht die tragende Stahlkonstruktion und ein System von Stegen und Treppen, zugleich Fluchtwege und Verbindung aller Terrassen mit dem Schulgarten. An der Nordostfassade, zur neuen Stadt gewandt, liegt der Haupteingang.