Der Architekturhistoriker Kenneth Frampton publizierte 1980 seinWerk “Die Architektur der Moderne, eine kritische Baugeschichte”, ein Meilenstein seines Fachs. Das Buch wurde in 11 Sprachen übersetzt und wird bis heute publiziert. Jede Neuauflage erhält eine komplette Überarbeitung, wodurch das Werk stets an Solidität gewinnt. Die neueste Überarbeitung zeigt eine weniger eurozentrische Welt und betrachtet nun auch afrikanische, asiatische und brasilianische Architektur.
Mit dem Eingeständnis, einen grossen Teil der Erde ausgeschlossen zu haben, wird Kenneth Frampton in dieser Neuauflage zum grössten Kritiker seiner selbst. Gleichzeitig verteidigt er die Überarbeitung seiner Analyse, die nun immerhin kompletterist, mit seiner Aussage “man schreibt nie ‚die‘ Geschichte, sondern viel eher die Geschichte aus der eigenen Sicht”.