In Wien werden immer häufiger Leerstände einer Zwischennutzung zugeführt, um für Kreativität Raum zu schaffen oder um Neues zu testen. Die Belebung von Immobilien durch Kurzzeitvermietung, die Steigerung der Bekanntheit des Ortes und die Möglichkeit der Potenzialentfaltung für kreativ Arbeitende sind positive Effekte, die Immobilieneigentümer*innen vermehrt erkennen und schätzen lernen.
Dieses Jahr im September plant das Wiener Kunstformat „Parallel Vienna – Art Fair“, das ehemalige Gewerbehaus der Wiener Handelskammer, das 1954 von Architekt Carl Appel errichtet wurde, zu bespielen. Das Gebäude steht aufgrund des Umzugs in einen Neubau seit über einem Jahr leer. Das schön gestaltete Entree mit großzügiger Treppenanlage und der große Vortragssaal sind architektonische Highlights. In den oberen Stockwerken, wo mittlerweile ein Teil vom „Neuen Wiener Kunstverein“ mit einer Galerie bespielt wird, bietet sich durch die markante, leicht erhöhte Lage ein grandioser und einzigartiger Ausblick in Richtung des ersten Bezirks. Eine Sanierung und Adaptierung der ehemaligen Büroräumlichkeiten für ein Hotel ist durch einen Immobilienverwerter geplant.