2022 wurde der Novartis Campus für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Entwicklung des zwanzig Hektar grossen Werkareals hin zum Forschungsstandort ist seit der Fusion der beiden Chemie Giganten Ciba Geigy und Sandoz vor 25 Jahren vorangeschritten. Nach dem Masterplan des Städtebauers Vittorio Lampugnani ist im Nordwesten der Stadt eine introvertierte Arbeitswelt entstanden. Hinter einem Zaun wurden zwischen mehreren bestehenden Bauten fünfzehn, exklusiv für die Mitarbeiter zugängliche Meisterwerke von international renommierten Architekten entworfen. Einige Leckerbissen wie das Forum 3 von Diener + Diener Architekten oder das Laborgebäude von SANAA waren so am Rand des Areals platziert, dass wir sie von aussen zeigen und in unsere Führungen aufnehmen konnten. Erst mit dem Hochhaus von Herzog & de Meuron, dem Asklepios 8, welches die Architekten an das neu gestaltete Rheinufer und an die äusserste Ecke des Campus setzten, schien sich eine Öffnung des Areals abzuzeichnen. Spätestens seit der Pandemie und der Eröffnung des Novartis Pavillons von Michele de Lucchi war diese Öffnung das neue Konzept von Novartis. Heute ist der globale Hauptsitz mit 8000 Mitarbeitern ein Ort des Wissens, aber auch der Begegnung und der Interaktion.
Landschaftsarchitekten wie Vogt oder PWP aus Kalifornien haben ein ebenso begehrenswertes und bisher nicht zugängliches Erbe im Campus hinterlassen wie die Stararchitekten Frank O. Gehry, Tadao Ando oder David Chipperfield.