„Es gibt wohl kaum eine Stadt in Deutschland, deren bauliche Entwicklung in den letzten Jahren so großzügig und fortschrittlich gestaltet wurde wie Stuttgart. Man erkennt überall einen aufstrebenden Geist, der, auf Altem aufbauend, sich grundsätzlich zum Neuen bekennt“.
Könnte man diesen Kommentar von 1928 aus der Zeitschrift „Moderne Bauformen“ auch heute noch für gültig erklären? Beziehungsweise, hätten die Adjektive großzügig und fortschrittlich auch heute noch die positive Konnotation, die sie damals hatten? Wohin bewegt sich die Stadt in architektonischer Hinsicht heute? Und wie war die Wahrnehmung der Geschehnisse zu seiner Zeit?
1928 ist das Jahr nach der Weissenhofsiedlung, der Bauausstellung zum modernen Wohnen, die Stuttgart mit einem Schlag in des Fokus der modernen Architekturwelt gerückt hat.