Der Alentejo im Süden Portugals ist eine Region, in der mediterrane Einflüsse besonders deutlich zu spüren sind, mit weiten Ebenen und sanften Hügeln, die von Getreidefeldern, Korkeichenwäldern und Olivenhainen bedeckt sind. Die architektonische Reise nach Évora, einer der historischen Innenstädte, führt durch diese offenen, dünn besiedelten Landschaften.
Ein Architekturbesuch hier zeigt, wie Eingriffe auf diese territoriale Dimension reagieren. Unter anderem hat Promontorio einen Masterplan erstellt, der Tourismusunterkünfte mit der Olivenöl- und Weinproduktion verbindet und sich dabei auf die traditionellen landwirtschaftlichen Güter der Region stützt, die als „Monte” bekannt sind. Évora, eine mit Kalk getünchte Stadt und seit 1986 Weltkulturerbe, inspiriert zu kühner zeitgenössischer Architektur. Weitere bemerkenswerte Beispiele sind das von Siza entworfene Viertel Malagueira, das aus 1.200 Häusern besteht und eine erhöhte Struktur zur Aufnahme der technischen Infrastruktur nutzt, die an das römische Aquädukt der Stadt erinnert, sowie die von Inês Lobo und Ventura Trindade umgebaute alte Fabrik, die nun die Fakultät für Kunst und Architektur beherbergt und deren monumentales Volumen erhalten geblieben ist.
Ein Besuch im Alentejo offenbart eine Reihe von Entdeckungen, die sich zwischen Landschaft und architektonischer Dimension bewegen.
Bildnachweis: 1 (large) Gonçalo Villaverde; 2 Leonardo Finotti; 3 and 4 Fernando Guerra FG+SG; 5 Leonardo Finotti; 6 Fernando Guerra FG+SG