Das Zentrum Stuttgarts - mehrspurige Verkehrsschneisen, die es durchschneiden, Fragmente alter repräsentativer Architektur und ein Allerlei der Nachkriegsmoderne verschiedener Qualitäten. Die im Krieg zerstörte Altstadt wurde nach dem Krieg größtenteils nicht rekonstruiert sondern zeitgenössisch bebaut. Wie reagieren die Architekten auf diesen Kontext? Welche Gebäudekonzepte setzen sie diesen teils problematischen städtischen Räumen entgegen? Das Kunstmuseum, das eine Narbe der Stadt zum Gebäudekonzept macht. Die Erweiterung der Landesbibliothek, vom Stuttgarter Büro Lederer-Ragnarsdottir-Oei geplant, oder die John-Cranko-Ballettschule, die die Topographie der Stadt geschickt nutzt. Können die neuen Gebäude qualitativ an die zahlreichen Architekturikonen Stuttgarts, wie z.B der Liederhalle von Gutbrod und Abel oder der Staatsgalerie von Stirling und Wilford anknüpfen?
Wir werden auf einem Spaziergang durch die Stadt die besten Beispiele betrachten, uns ein Bild der Entwicklung der letzten 15 Jahre machen sowie auch einen Ausblick in die Zukunft wagen. Dabei streifen wir auch das über die Grenzen Suttgarts hinaus viel diskutierte Projekt Stuttgart 21: der neue Bahnhof und die damit verbundenen neuen Stadtentwicklungsprojekte.