Spanien ist eines der Länder, in denen die Wirtschaftskrise für den Bausektor besonders gravierende Folgen hatte. Dabei wird der finanzielle Abschwung durch die gegenwärtige Sozial- und Umweltkrise noch weiter verschärft. In einer Zeit der Unsicherheit erprobt eine junge Generation spanischer Architekten neue Wege, Architektur zu denken und umzusetzen, und das unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit, die in ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension verstanden wird. Wir stellen zwei Beispiele für nachhaltiges Bauen vor, die sich, unterschiedlichen Strategien folgend, für eine Architektur im Dienste der Gesellschaft und der Umwelt einsetzen.
Vil-la Urània – Urbanes Grün als Lebensgrundlage
Der Neubau dieses Bürgerzentrums wurde in einer Residenz aus dem späten 19. Jahrhundert in Barcelonas Stadtteil Sarrià-Sant Gervasi errichtet. Von SUMO Arquitectes + Yolanda Olmo als Fast-Nullenergiegebäude (nZEB) entworfen und 2017 fertiggestellt, sah das Projekt auch die Instandsetzung des kleinen Bestandsgebäudes Vil-la Urània und die Umwandlung des umliegenden Gartens in öffentlichen Raum vor.