Internationale Aufmerksamkeit zieht derzeit der ehemalige Industriehafen in Deutz auf sich, wegen der einzigartigen Lage, der Größe des Gebietes, der Verfahrensmethodik und des Ehrgeizes, ein ökologisch ausgewogenes Quartier zu schaffen. Das Büro Cobe hat den Integrierten Plan für die knapp 40 Hektar des Areals entwickelt. Denkmalgeschützte Mühlengebäude, historische Kräne und eine Drehbrücke vom Anfang des 20. Jahrhunderts bleiben als Zeichen der Hafenvergangenheit. Die Freiraumplanung im Hochwassergebiet stellt besondere Herausforderungen. Zu beobachten ist die schrittweise Entwicklung des Gebietes mit dem Bau der Brücken über das Hafenbecken, erster Parkanlagen und von Teilen der Promenade sowie der Hochbauten, für die die Vergaben erfolgt sind.
Gegenüber liegt der Rheinauhafen, dessen Umwandlung in ein gemischt genutztes Gebiet bereits abgeschlossen ist. Die drei Kranhäuser von Hadi Teherani prägen heute weithin die Silhouette des ehemaligen Zollhafens mit seiner autofreien Promenade. Mit dem Blick nach drüben stellt sich die Frage, welche Lehren man vom Links- ins Rechtsrheinische tragen kann.